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Sekundäre Infertilität
31.07.2018 16:30
von Anne Weiß
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schwanger mit dem zweiten Kind

Sekundäre Infertilität - Warten auf´s Geschwisterchen

Leider trifft dies bis zu 10 % aller Paare: vielleicht gab es schon beim ersten Mal Schwierigkeiten mit dem Schwanger werden – das muss aber nicht immer sein. Oft liegt es ganz einfach daran, dass mit zunehmendem Alter die Chancen schlechter werden. Aber auch andere Ursachen kommen in Betracht.

 

 

Es muss gar nicht sein, dass es schon beim ersten Mal irgendwelche Probleme mit dem Schwanger werden gab. In meiner Praxis erlebe ich häufig folgende Konstellation: Die Frau ist nicht mehr ganz so jung, meistens bereits Ende dreißig oder auch noch älter. Das liegt oft daran, dass viele Paare erstmal abwarten möchten, bis das Erstgeborene aus dem Gröbsten raus ist. Und bis sie dann mit dem zweiten in die Planung gehen, vergeht viel kostbare Zeit. Kostbar im Sinne von Verlust der Fruchtbarkeit – denn mit Mitte dreißig sackt die Fruchtbarkeit bei Frauen merklich ab. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Chance, schwanger zu werden, mit jedem Jahr um einen Prozentpunkt abnimmt. Wenn du also 25 bist, so liegt die Chance in einem Zyklus schwanger zu werden bei ca. 25. %. Zehn Jahre später, mit 35 Jahren, leider nur noch bei 15. %. Das erklärt schon mal Vieles. Aber auch andere Faktoren können sich erschwerend auswirken: Wenn ihr schon ein kleines Kind zuhause habt, ist es oft nicht mehr so einfach, Zeit für liebevolle Zweisamkeit zu finden. Vielleicht schläft der kleine Spatz oder die süße Maus ja auch Nacht für Nacht in eurem Bett?

Mit Kind im Bett

 

 Vielleicht ist auch einfach der Alltag durch die Doppel- und Dreifachbelastung Kind, Job und Haushalt so anstrengend, dass die Lust auf der Strecke bleibt. Und nun ergibt sich ein einfaches Rechenbeispiel: Bei einer 15 prozentigen Chance auf Schwangerschaft pro Monat kann es ohne weiteres ein Jahr dauern, bis ihr endlich schwanger seid. Jetzt stellt euch vor, jeden zweiten Monat verpasst ihr den optimalen Zeitpunkt aus oben genannten Gründen: dann sind wir ganz schnell bei mehr als zwei Jahren – statistisch gesehen. Und in zwei Jahren sinkt deine Fruchtbarkeit dann nochmal um zwei Prozentpunkte nach unten ab.

Familie

Grund genug, einen Masterplan zu erstellen: Lasst doch bitte erneut bei eurer Frauenärztin oder eurem Arzt medizinisch abklären, ob vielleicht organische Ursachen zugrunde liegen. Auch die Spermiogramme werden im fortgeschrittenen Alter schlechter! Wenn sich hier behandlungsbedürftige Probleme zeigen, dann wartet nicht zu lange mit der Therapie. Und ansonsten: Mehr denn je profitiert eure Fruchtbarkeit von einer guten Vorbereitung zum Beispiel mit einer typgerechten, fruchtbarkeitsfördernden Ernährung – in meinem Kurs Ernährung bei Fruchtbarkeit bekommt ihr auch extra-Tipps wie ihr zum Beispiel Alterungsprozesse verlangsamen könnt und eure Keimzellen schonen könnt. Oder auch die Versorgung mit Mikronährstoffen: Kennt ihr das auch? Der süße kleine Fratz will partout kein Gemüse essen? Vielleicht steckt ihr gerade auch in der „Spaghetti-mit-Tomatensoße-Phase“ oder Fischstäbchen stehen hoch im Kurs. Ja, ich weiß! Es macht wirklich mehr Arbeit, für sich dann auch noch extra kochen zu müssen! Aber es lohnt sich: In den meisten Gerichten, die euer Kind liebt ist nicht das drin, was euer Körper dringend braucht (übrigens meine ich damit auch den des Kindes!). Und trotzdem werdet ihr um des lieben Friedens willen nicht dauerhaft einen Bogen um die kindgerechten Köstlichkeiten machen können. Mein Rat: Kompromisse! Und so geht ihr auch mit gutem Beispiel voran!

 

Und noch ein Tipp: schafft Raum für Zweisamkeit! Eine gute Planung ist jetzt wichtiger denn je. Vielleicht mal ein Abend zu zweit und zuhause bleibt der Babysitter. Oder haben sich nicht Oma und Opa schon öfter angeboten, das Enkelkind auch mal bei sich übernachten zu lassen? Dann nehmt das ruhig öfter an! Verlorene Zeit ist nämlich unwiederbringlich!

Ihr könnt auch gerne zu mir in die Praxis kommen und wir überlegen gemeinsam, was es noch für Möglichkeiten zur Förderung geben kann. Denn: das zweite Kind wird genau so herbei gesehnt wie das erste! Und hört nicht auf Sprüche wie: „Was hast du denn? Du hast doch schon ein Kind!“ Der Druck, der sich bei der sekundären Infertilität einstellt, kann genau so groß sein, wie bei Paaren die noch gar kein Kind haben. Das einzige was zählt, ist euer Gefühl!

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